Der Rücken – die entzückende Rückansicht eines Menschen

„Ein schöner Rücken kann entzücken“ – wer kennt diese althergebrachte Weisheit nicht. Und doch ist an diesem schönen Spruch viel Wahres daran. Gerade in den bildenden Künsten wurde und wird der Rücken immer wieder thematisiert. Die Rückansicht eines Menschen, insbesondere die der Frauen, beflügelt die Fantasien und ist in jedem Fall einen Blick wert.

Schaut man sich Werke der Altmeister wie Degas an, wird schnell klar, dass ein Rücken in der Tat entzücken kann. Möglicherweise hat dies mit der Form des Rückens zu tun. Er beginnt ja schließlich am Ende des Nackens, geht dann über die Schultern über in den eigentlichen Rückenbereich, um schließlich in der Lendenregion in den Po überzugehen. Insbesondere die beiden großen Muskelstränge, die am Rücken entlang der Wirbelsäule verlaufen, machen die Rückansicht des Menschen sehenswert. Aber auch das Rückgrat imponiert, und das gleich in zweifacher Hinsicht.

Ist es doch zum einen die Stütze des Menschen, dessen aufrechter Gang schließlich durch die Wirbelsäule ermöglicht wird. Und wird doch das Rückgrat metaphorisch betrachtet als die seelische Stütze des Menschen. Hat man kein Rückgrat, ist man, bildlich gesprochen, ein Mensch, der sich verbiegen lässt und sich schnell der Meinung anderer Menschen anpasst, ohne seine eigene Meinung zu vertreten. Der Rücken muss also, sowohl real als auch bildlich betrachtet, eine Menge aushalten.

Der Rücken und die Probleme, der er mitunter hat

Durch die Funktionen, die der Rücken täglich ausüben muss, kann es mitunter zu Beschwerden im Bereich des Rückens kommen. Rückenschmerzen sind heutzutage sicherlich eine Volkskrankheit, von der jeder Zweite betroffen ist. Fragt man die Ärzte, so wird jeder Arzt bestätigen, dass täglich viele Menschen die Praxen mit diversen Rückenleiden aufsuchen. Denn der Rücken wird oftmals falsch belastet. Dies kann auf die Dauer gesehen zu erheblichen Problemen mit dem Rücken führen.

Meist fängt es an mit Verspannungen. Gerade der Nacken oder die Lendengegend ist prädestiniert für diese Verspannungen. Der Mensch zieht die Schultern unbewusst hoch, nimmt eine falsche Haltung beim Telefonieren ein oder trägt den Einkauf in für den Rücken ungeeigneter Weise nach Hause. Auch die Haltung beim Sitzen kann zu Problemen mit dem Rücken führen. Viele Menschen gehen einer Tätigkeit nach, die ständiges Sitzen erfordert.

Dabei sitzen sie oftmals nach vorne gebeugt. Diese Haltung kann in der Lendengegend zu Verspannungen führen. Übt man diese vornübergebeugte Haltung über Jahre aus, so können aus den anfänglichen Verspannungen erhebliche Probleme für den Rücken resultieren. Die Muskeln klumpen zusammen und können ihrer eigentlichen Tätigkeit, den Rücken zu stützen, nicht mehr im vollen Umfang nachkommen.

Daraus resultieren oftmals große Schmerzen. Ähnlich verhält es sich mit dem Nackenbereich. Doch es gibt einige Methoden, um sich und seinen Rücken zu entlasten und so den Schmerzen entgegenzuwirken bzw. dafür zu sorgen, dass Rückenschmerzen erst gar nicht entstehen.

Übungen für den Rücken

Viele Orthopäden raten an, nicht schwer aus dem Rücken zu heben. Lässt es sich aber nicht vermeiden, so sollte man sich nicht herunterbeugen, sondern in die Knie gehen und das Gewicht, das man anheben möchte, aus den Beinen heraus heben. Dies entlastet den Rücken. Ebenso sollte man darauf achten, beim Telefonieren den Hörer nicht zwischen Ohr und Schulter einzuklemmen.

Heute gibt es gute Headsets, die es ermöglichen, frei und ohne Hörer selbst über einen längeren Zeitraum zu telefonieren. Will man sich morgens aus dem Bett schwingen, kann man zum Beispiel schon hier anfangen, seinen Rücken zu entlasten, indem man sich erst auf die Seite rollt, dann die Beine aus dem Bett hebt, um schließlich den Oberkörper aufzurichten. Wenn man täglich ein wenig auf seinen Rücken achtet, so kann man den fiesen Rückenschmerzen oftmals ganz gut vorbeugen.